Interview mit Ted Kulp

Hier eine Übersetzung des Interviews mit dem (mittlerweile ehemaligen) Chefentwickler von CMS/made simple, Ted Kulp, welches er den Betreibern des Portals opensourcecms.com am 15.04.2005 gegeben hat:

Zunächst möchte ich mich bei Ted Kulp von CMS/made simple bedanken, dass er sich trotz seines engen Terminplanes die Zeit genommen hat, opensourceCMS.com Rede und Antwort zu stehen. Vielen Dank Ted!.

Können Sie uns zunächst ein bißchen über sich und Ihre Person erzählen?

Mein Name ist Ted Kulp und ich bin der Chefentwickler von CMS/made simple. Derzeit bin ich bei einer kleinen IT-Beratungsfirma in den USA als asp.net Entwickler/Unix-Administrator beschäftigt. CMS/made simple ist eigentlich nur ein Hobby-Projekt, was aber manchmal sehr fesselnd ist, weshalb ich einen großen Teil meiner Freizeit dafür investiere.

Warum haben Sie sich dafür entschieden, CMS/made simple programmieren?

Als ich an einem anderen Open-Source-Projekt arbeitete, wollte ich dessen Webseite auf ein CMS umstellen. Da ich damals opensourcecms.com noch nicht kannte, tat ich das, was die meisten Leute in dieser Situation tun: Ich installierte eine ganze Reihe Systeme und probierte sie aus. Jedoch tat keines wirklich das, was ich von ihm erwartete oder sie waren für die kleine Webseite, die ich erstellen wollte, zu komplex. So begann ich mit der Programmierung eines eigenen Systems.

Welche sind nach Ihrer Eintschätzung die stärksten Fähigkeiten von CMS/made simple?

Die einfach zu handhabende Bedienoberfläche, der Fakt, dass es nicht von vorn herein zu aufgebläht ist, eine Modul-API, die genügend Raum für Erweiterungen lässt und nicht zuletzt eine sehr aktive und hilfreiche Anwendergemeinschaft.

Welche Fähigkeiten sind in künftigen Versionen von CMS/made simple zu erwarten?

Die meisten geplanten Funktionalitäten sind bereits im Core enthalten. Derzeit beschäftige ich mich mit weiteren Verfeinerungen. An der Dokumentation wird gearbeitet. Ansonsten versuchen wir, die Version 1.0 zu erreichen.

Was meinen Sie, ist der schwierigste Aspekt bei der Programmierung eines Open-Source-CMS?

Die Balance zu finden zwischen einfach zu verwendenden, aber trotzdem leistungsfähigen Eigenschaften. Man muss sich ständig Fragen stellen wie etwa "Was wird eine Person, die sich das erste mal mit dem System beschäftigt, denken?" oder "Was sollte bereits in der Standard-Installation des CMS enthalten sein?". Und außerdem die Balance zu finden zwischen einem performantem System und dem Wunsch der Anwender nach weiteren Funktionen.

Den Leuten stehen da draußen eine Vielzahl von Open-Source-CMS zur Auswahl. Warum sollten sie sich für CMS/made simple entscheiden?

Wir verfolgen eine mehr praxisorientierte Herangehensweise an das Content Management als die meisten anderen Produkte. Bei vielen muss man das komplette System herunter laden und installieren, und kann erst dann deaktivieren, was man nicht benötigt. Wir beginnen mit einer kleinen Version und haben so die Möglichkeit, die Fähigkeiten nachzurüsten, die wirklich benötigt werden.

Die Standardinstallation enthält ein nur ein paar Module, weitere Module lassen sich einfach nachinstallieren. Außerdem verfügt CMS/made simple über eine mächtige Modul-API, mit der es sich einfach programmieren lässt, so dass man in kurzer Zeit viele Fähigkeiten selbst hinzufügen kann. Und bei Bedarf bekommt man aus der aktiven Anwendergemeinschaft fast immer Hilfe.

Anmerkung: Das Interview ist leider nicht mehr online verfügbar

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